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Albert Lascaux

Albert Lascaux ist ein deutscher bildender Künstler und Autor. Sein Werk umfasst Malerei, Zeichnung, Fotografie und philosophische Texte. Seine Website Albert Lascaux – German Contemporary verbindet eigene Werke, einen Künstlerblog und eigenständige Publikationen.n.

1967 geboren, begann er 1992 sein Studium im Bereich Freie Kunst und Philosophie an der damaligen Hochschule der Künste Berlin, der heutigen Universität der Künste. Albert Lascaux ist sein Künstlername.

 

Malerei und Erinnerung

Ein wesentlicher Bezugspunkt seiner Arbeit ist die deutsche Geschichte. Die Frage nach einer „Malerei nach Auschwitz“ betrifft dabei sowohl die Möglichkeit des Darstellens als auch die Verantwortung des Künstlers gegenüber der Erinnerung und seiner eigenen Gegenwart.

Daneben stehen Landschaften, Stillleben, Sonnenblumen, Figuren und Zeichnungen aus dem Aktsaal. Ihre Bedeutung entsteht aus der konkreten malerischen Arbeit: aus Farbe, Komposition, Ausdruck und den Entscheidungen, durch die ein Bild seine Form erhält. Nicht jedes Motiv lässt sich auf eine politische Aussage zurückführen.

 

Das Atelier

Das Atelier hat für Albert Lascaux eine Bedeutung, die über den Arbeitsplatz hinausgeht. Es ist ein geschützter Raum des Denkens und der künstlerischen Arbeit, bevor ein Werk veröffentlicht, gesellschaftlich eingeordnet oder auf einem Markt angeboten wird.

Dieser Schutz bedeutet die Möglichkeit, sich einer Wirklichkeit auszusetzen, für die im öffentlichen Betrieb oft bereits die Begriffe und Urteile bereitliegen. Wie lässt sich über Dachau, Bergen-Belsen oder Mauthausen überhaupt nachdenken? Wie lässt sich angesichts dieser Geschichte malen? Im Atelier dürfen solche Fragen zunächst bestehen, ohne unmittelbar in eine vermittelbare Aussage, ein fertiges Werk oder ein verkäufliches Produkt überführt werden zu müssen.

Hier wird erprobt, verworfen und entschieden. Was später als Bild öffentlich sichtbar wird, hat eine Vorgeschichte, die sich seiner öffentlichen Beschreibung nur teilweise erschließt.

Kunst und Philosophie

Lascaux’ philosophische Arbeit ist eng mit dieser Erfahrung des Ateliers verbunden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Werk Friedrich Nietzsches, mit dem er sich intensiv und über viele Jahre auseinandersetzt. Sein besonderes Interesse gilt dem Verhältnis von Kunst, Erkenntnis und Leben sowie der Stellung des Künstlers in Nietzsches Denken. Auch die sogenannte Artistenmetaphysik bildet dabei einen Bezugspunkt.

Seine Auseinandersetzung mit Niklas Luhmann setzt bei der Frage an, was eine gesellschaftliche Beschreibung der Kunst von deren Entstehung erfassen kann. Welche Bedeutung hat die Arbeit im Atelier, bevor das Werk als Kommunikation, Ausstellungsgegenstand oder Ware in Erscheinung tritt?

Ein Leitgedanke seiner Kritik lautet: Kunst kann Ordnung erzeugen, ohne vorgegebenen Regeln zu folgen. Form, Komposition und Ausdruck entstehen durch Entscheidungen im Werk. Diese künstlerische Ordnungsbildung besitzt eine Eigenständigkeit, die sich aus ihrer späteren gesellschaftlichen Aufnahme allein nicht erklären lässt.

In „Luhmann vs. Kunst – Über den blinden Fleck der Systemtheorie“ entwickelt Lascaux diese Kritik aus der Perspektive des praktizierenden Künstlers. Das Atelier bezeichnet dabei einen entscheidenden Ort: Hier entsteht, worüber Öffentlichkeit, Theorie und Markt später urteilen.

Der Künstlerblog

Der Blog ist eine fortlaufende Veröffentlichung aus dem Atelier. Eigene Bilder stehen hier neben Lektüren, Musik, Zitaten und Kommentaren zu politischen, kulturellen oder wirtschaftlichen Entwicklungen.

Die Beiträge unterscheiden sich bewusst in ihrer Form. Manche bestehen aus einem ausführlichen Essay, andere aus einem Gemälde, einem Zitat oder einem einzigen Wort. Die Verbindung von Bild und Text lässt dabei Raum für Deutungen, die über eine erklärende Bildunterschrift hinausgehen.

Politische Kommentare geben die Perspektive des Autors wieder. Sie gehören zur Auseinandersetzung eines Künstlers mit seiner Zeit.

Bücher und Cahiers

Albert Lascaux’ Veröffentlichungen umfassen philosophische Essays, Malerei, Aquarelle, Zeichnungen und Fotografie. Bild und Text begegnen sich dabei in unterschiedlichen Formen: als eigenständige Argumentation, als Kunstkatalog oder als Verbindung von Literatur und bildender Kunst.

Zu seinen bisher erschienenen Büchern gehören:

Die verfügbaren Ausgaben und Formate sind auf der Amazon-Autorenseite von Albert Lascaux zusammengestellt.

Daneben bilden die Cahiers eine eigenständige Publikationsreihe für künstlerische und essayistische Inhalte. Ausgewählte Ausgaben erscheinen in mehreren Sprachen und eröffnen unterschiedliche Zugänge zu Kunst, Philosophie und Gegenwart.

 

Mehrsprachige Veröffentlichungen

Ausgewählte Beiträge erscheinen neben Deutsch in weiteren Sprachen. Die Mehrsprachigkeit soll eigene Werke und Gedanken zur deutschen Gegenwart auch Lesern zugänglich machen, die kein Deutsch sprechen.

Die Sprachfassungen enthalten unterschiedliche Auswahlen; nicht jeder Beitrag wird in jede Sprache übersetzt. Wo ein Wortspiel oder ein historischer Zusammenhang sprachliche Vorkenntnisse verlangt, ergänzen die Übersetzungen eine kurze Erläuterung.

„German Contemporary“ bezeichnet hier den Ausgangspunkt einer individuellen künstlerischen Arbeit und ihre Verbindung zur Gegenwart.

R.