L’Église d’Auvers

Albert Lascaux
L’Église d’Auvers, 2009
Dispersion auf Leinwand
Werkgruppe Auvers-sur-Oise


Über Kunst, Wissenschaft und die Bedingungen der Erkenntnis

Religion, Kunst und Wissenschaft

Religion, Kunst und Wissenschaft haben die europäische Kulturgeschichte wesentlich geprägt. Ihre gesellschaftlichen Funktionen und ihre jeweiligen Verhältnisse zur Wahrheit unterscheiden sich jedoch.

Die historische Bedeutung der Religion erschöpft sich nicht in der Vermittlung von Glaubensvorstellungen. Religiöse Institutionen waren über Jahrhunderte Träger von Bildung, Schriftkultur und Wissensüberlieferung. Sie bewahrten Texte, organisierten Unterricht und ermöglichten die Weitergabe kultureller Bestände an nachfolgende Generationen.

Im europäischen Mittelalter waren religiöse und politische Ordnung eng miteinander verflochten. Kirche und weltliche Herrschaft waren zwar keine identischen Institutionen, doch religiöse Überzeugungen, politische Legitimation und gesellschaftliche Organisation ließen sich kaum voneinander trennen.

Eine besondere historische Leistung religiöser Institutionen bestand in der Bewahrung und Weitergabe von Wissen. Das gilt nicht nur für das Christentum, sondern ebenso für die jüdische und die islamische Gelehrtenkultur.

Die Überlieferung der antiken Philosophie ist hierfür ein Beispiel. Aristoteles war kein Christ. Seine Schriften wurden dennoch zu einer wesentlichen Grundlage der christlichen Scholastik. Griechische, syrische, arabische und lateinische Überlieferungswege sowie die Arbeit muslimischer, jüdischer und christlicher Gelehrter ermöglichten die Bewahrung, Übersetzung und Weiterentwicklung philosophischen Wissens.

Die historische Leistung religiöser Institutionen lässt sich dabei unabhängig von der Frage beurteilen, ob ihre theologischen Wahrheitsansprüche zutreffen.

Die Religion war somit nicht nur eine Ordnung des Glaubens, sondern auch eine gesellschaftliche Infrastruktur für die Überlieferung von Wissen.

Mit der Entwicklung der modernen Wissenschaft veränderte sich dieses Verhältnis. Die Gültigkeit einer wissenschaftlichen Aussage sollte zunehmend nicht mehr von religiöser Autorität abhängen, sondern von nachvollziehbaren Verfahren, rationaler Begründung und intersubjektiver Überprüfbarkeit.

Die Kunst entwickelte sich ebenfalls zu einer eigenständigen gesellschaftlichen Tätigkeit, deren Aufgaben und Maßstäbe nicht mehr selbstverständlich durch religiöse oder politische Institutionen bestimmt wurden.

Damit stellt sich die Frage, in welchem Verhältnis diese verschiedenen Tätigkeiten zur Erkenntnis und zur Wahrheit stehen.

Subjektive und objektive Wahrheiten

Die Unterscheidung zwischen subjektiver und objektiver Erkenntnis wird häufig mit der Unterscheidung zwischen persönlicher Meinung und allgemein gültigem Wissen verwechselt.

Dabei ist der subjektive Ursprung einer Erkenntnis nicht mit der subjektiven Gültigkeit ihrer Aussage gleichzusetzen.

Eine Erkenntnis kann aus der individuellen Erfahrung eines Menschen hervorgehen und dennoch einen Sachverhalt beschreiben, dessen Wahrheit unabhängig von seiner persönlichen Überzeugung besteht.

Die Wissenschaft kann beispielsweise die ökonomischen Bedingungen künstlerischer Arbeit untersuchen. Der Künstler hingegen kennt sie bereits aus seiner Tätigkeit.

Das bedeutet nicht, dass sein Wissen automatisch vollständiger oder richtiger wäre. Aber es bedeutet, dass wissenschaftliche Untersuchung nicht die einzige Möglichkeit ist, zu gültigen Erkenntnissen über diese Bedingungen zu gelangen.

Wer Kunst professionell betreibt, übt einen Beruf aus. Künstlerische Tätigkeit ist nicht nur eine Frage ästhetischer Entscheidungen, sondern findet unter materiellen, ökonomischen und gesellschaftlichen Bedingungen statt.

Die Notwendigkeit, den Lebensunterhalt zu bestreiten, die eigene Arbeit zu finanzieren, Anerkennung zu finden und sich gegebenenfalls einem Markt zu stellen, gehört zu den realen Bedingungen dieser Tätigkeit.

Dasselbe gilt für den Wissenschaftler. Auch er ist nicht ausschließlich mit der Produktion wissenschaftlicher Erkenntnisse beschäftigt, sondern übt einen Beruf aus, dessen institutionelle, materielle und ökonomische Bedingungen er aus eigener Erfahrung kennt.

Wissenschaftler sind Menschen. Sie leben innerhalb von Gesellschaften, arbeiten in Institutionen, beziehen Einkommen und sind auf materielle Voraussetzungen angewiesen.

Ihre wissenschaftliche Tätigkeit hebt diese Bedingungen nicht auf.

Künstlerische wie wissenschaftliche Erkenntnis entstehen somit nicht außerhalb der gesellschaftlichen Wirklichkeit, sondern innerhalb derselben.

Der Unterschied zwischen einer objektivierenden Beschreibung der Welt und einer aus praktischer Erfahrung hervorgehenden Erkenntnis besteht nicht notwendig in ihrem Wahrheitsgehalt, sondern zunächst in den Bedingungen ihres Zustandekommens und den Verfahren ihrer Begründung.

Die Wirklichkeit der Märkte

Ein Ökonom kann die Funktionsweise eines Marktes untersuchen, Preisbildungsmechanismen erklären, Angebot und Nachfrage analysieren und wirtschaftliche Zusammenhänge mathematisch modellieren.

Der Mensch, der auf diesem Markt seinen Lebensunterhalt verdienen muss, steht jedoch in einem anderen Verhältnis zu denselben Verhältnissen.

Für ihn sind Preise, Einkommen, Konkurrenz und wirtschaftliche Unsicherheit nicht nur Gegenstände wissenschaftlicher Untersuchung, sondern Bedingungen seiner Existenz.

Der Wissenschaftler kann die Gesetzmäßigkeiten des Marktes beschreiben. Der Mensch muss unter diesen Gesetzmäßigkeiten leben.

Und dieser Mensch kann wiederum selbst Wissenschaftler sein.

Die objektive Beschreibung gesellschaftlicher Verhältnisse und die subjektive Erfahrung ihrer praktischen Konsequenzen widersprechen sich daher nicht. Sie beziehen sich auf dieselbe Wirklichkeit, erschließen aber unterschiedliche Aspekte dieser Wirklichkeit.

Die objektive Gültigkeit einer Erkenntnis entbindet das erkennende Subjekt nicht von den Bedingungen seiner Existenz.

Ein Künstler, der seine Arbeit verkaufen muss, um seine nächste Arbeit finanzieren zu können, benötigt keine wissenschaftliche Untersuchung des Kunstmarktes, um diese Abhängigkeit zu erkennen. Sie gehört zu seiner unmittelbaren beruflichen Erfahrung.

Eine wissenschaftliche Untersuchung kann diese Erfahrung einordnen, vergleichen, erklären und gegebenenfalls korrigieren. Sie kann Zusammenhänge sichtbar machen, die der individuellen Erfahrung verborgen bleiben.

Umgekehrt kann sie die praktische Erfahrung desjenigen, der unter diesen Bedingungen handeln muss, nicht einfach ersetzen.

Beide Erkenntnisweisen können sich ergänzen.

Die Vorstellung, dass ausschließlich wissenschaftlich objektiviertes Wissen gültige Aussagen über die Wirklichkeit ermöglicht, wäre deshalb eine unnötige Verengung des Erkenntnisbegriffs.

Vom Wege des Schaffenden

Auch innerhalb der Philosophie findet sich eine Spannung zwischen der objektivierenden Untersuchung der Welt und der Frage nach den Bedingungen menschlicher Existenz.

Friedrich Nietzsche hat diese zweite Perspektive besonders nachdrücklich vertreten.

In Also sprach Zarathustra, im Abschnitt „Vom Wege des Schaffenden“, fragt Nietzsche nach den Voraussetzungen einer selbstbestimmten schöpferischen Existenz.

„Frei wovon? Was schiert das Zarathustra! Hell aber soll mir dein Auge künden: frei wozu?“

Die Unterscheidung ist wesentlich. Freiheit besteht nicht allein in der Abwesenheit äußerer Zwänge. Sie verlangt auch die Fähigkeit, eigene Ziele zu entwickeln, Entscheidungen zu treffen und die Verantwortung für diese Entscheidungen zu übernehmen.

Nietzsche fragt nach dem Menschen, der seinen eigenen Weg gehen will, und nach den Schwierigkeiten, die daraus entstehen.

Die schöpferische Tätigkeit erscheint dabei nicht als bloße Anwendung vorhandener Regeln, sondern als eine Form selbstbestimmten Handelns.

Allerdings bedeutet Selbstbestimmung keine Unabhängigkeit von den gesellschaftlichen und materiellen Bedingungen der Existenz.

Ein Künstler kann seine eigenen ästhetischen Maßstäbe entwickeln und dennoch auf Einkommen angewiesen sein. Er kann unabhängig von den Erwartungen des Kunstmarktes arbeiten und zugleich gezwungen sein, seine Arbeit innerhalb eben dieses Marktes anzubieten.

Diese Widersprüche verschwinden nicht dadurch, dass man die Autonomie der Kunst theoretisch behauptet.

Sie gehören zur tatsächlichen Existenz des Künstlers.

Nietzsches Frage nach der Freiheit des Schaffenden lässt sich deshalb um eine weitere Frage ergänzen: Unter welchen gesellschaftlichen und materiellen Bedingungen kann ein Mensch seine selbstbestimmte Tätigkeit überhaupt ausüben?

Das ist keine Frage, die ausschließlich Künstler betrifft.

Sie betrifft ebenso Wissenschaftler, Philosophen, Schriftsteller und andere Menschen, deren berufliche Tätigkeit auf eigenständiger geistiger Arbeit beruht.

Die Fähigkeit, selbstständig zu denken, hebt die Notwendigkeit nicht auf, unter gesellschaftlichen Bedingungen leben und arbeiten zu müssen.

Erkenntnis und Sprache

Die Philosophie hat im Laufe ihrer Geschichte zahlreiche eigene Begriffe und sprachliche Verfahren entwickelt.

Eine solche Fachsprache kann sinnvoll sein. Wissenschaftliche Begriffe ermöglichen präzise Unterscheidungen, vermeiden Mehrdeutigkeiten und erleichtern die Verständigung innerhalb eines Fachgebiets.

Die Notwendigkeit spezieller Begriffe ergibt sich jedoch nicht aus dem Anspruch einer Disziplin auf intellektuelle Bedeutung, sondern aus den Anforderungen ihres Gegenstands.

Die Komplexität einer Formulierung ist kein Beweis für die Komplexität der Erkenntnis, die sie ausdrücken soll.

Eine Theorie gewinnt nicht dadurch an Tiefe, dass sie bekannte Sachverhalte in eine schwer verständliche Terminologie übersetzt.

Sie gewinnt an Tiefe, wenn sie Zusammenhänge erschließt, die zuvor nicht erkennbar waren, und diese nachvollziehbar begründet.

Ein einfaches Beispiel bietet der Handel mit Büchern.

Ein Buch wird produziert, beworben, mit einem Preis versehen und verkauft. Für den Händler ist es zunächst ein Produkt innerhalb eines wirtschaftlichen Verhältnisses.

Für den Leser kann dasselbe Buch ein Mittel der Bildung, eine Quelle neuer Erkenntnisse oder eine unterhaltsame Lektüre sein.

Beide Beschreibungen sind zutreffend. Sie beziehen sich auf unterschiedliche Funktionen desselben Gegenstands.

Die wirtschaftliche Beschreibung des Buches erschöpft nicht seine möglichen Funktionen. Umgekehrt hebt sein kultureller oder wissenschaftlicher Inhalt seinen Charakter als handelbares Produkt nicht auf.

Diese Unterscheidung lässt sich ohne besondere philosophische Terminologie treffen.

Eine weitergehende Theorie müsste daher zeigen, welche zusätzlichen Erkenntnisse sie über diesen Sachverhalt ermöglicht.

Daraus ergibt sich eine allgemeine Anforderung an philosophische Arbeit: Ihre sprachlichen Mittel sollten dem Erkenntnisgewinn dienen und nicht an dessen Stelle treten.

Schwierige Sachverhalte können schwierige Erklärungen verlangen. Aber Schwierigkeit ist weder ein Wahrheitskriterium noch eine eigenständige philosophische Leistung.

Kunst und Wissenschaft als Erkenntnisformen

Wissenschaft und Kunst lassen sich als unterschiedliche Erkenntnis- und Wahrheitsbetriebe verstehen.

Die Wissenschaft entwickelt Verfahren, mit denen Aussagen über die Wirklichkeit begründet, überprüft, korrigiert oder verworfen werden können.

Ihre besondere Leistungsfähigkeit besteht in der systematischen Untersuchung von Sachverhalten, in der Entwicklung erklärender Modelle und in der Möglichkeit, Erkenntnisse unabhängig von der Person ihres Urhebers zu prüfen.

Die Kunst folgt anderen Verfahren.

Künstlerische Erkenntnis kann aus Beobachtung, praktischer Erfahrung, gestalterischer Arbeit und der Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Wirklichkeit hervorgehen.

Dabei ist zwischen den Erkenntnissen eines Künstlers und den Erkenntnismöglichkeiten eines Kunstwerks zu unterscheiden.

Nicht jede Erfahrung, die ein Künstler im Laufe seiner beruflichen Tätigkeit macht, ist bereits eine spezifisch künstlerische Erkenntnis.

Auch ein Handwerker, ein Unternehmer oder ein Wissenschaftler kann aus seiner beruflichen Praxis zu gültigen Erkenntnissen gelangen.

Die besondere Möglichkeit der Kunst liegt darin, solche Erfahrungen und Erkenntnisse durch eine eigenständige Gestaltung zur Anschauung zu bringen.

Ein Gemälde ist deshalb weder eine wissenschaftliche Abhandlung noch die bloße Illustration einer philosophischen These.

Es besitzt eine eigene materielle und formale Wirklichkeit.

Seine Eigenschaften ergeben sich aus der konkreten malerischen Arbeit: aus Farbe, Fläche, Form, Entscheidungen und den Bedingungen seiner Entstehung.

Das bedeutet nicht, dass jedes Gemälde automatisch eine tiefere Wahrheit enthält.

Ebenso wenig ist jede wissenschaftliche Veröffentlichung schon deshalb eine bedeutende Erkenntnis, weil sie wissenschaftlichen Verfahren folgt.

Der Erkenntnisanspruch einer Tätigkeit ist von der tatsächlichen Erkenntnisleistung ihres Ergebnisses zu unterscheiden.

Die Kunst benötigt deshalb weder eine grundsätzliche Überlegenheit gegenüber der Wissenschaft noch eine wissenschaftliche Bestätigung ihrer Existenzberechtigung.

Entscheidend ist ihre Eigenständigkeit.

Die wissenschaftliche Untersuchung eines Gemäldes kann wichtige Erkenntnisse über seine Entstehung, seine Materialien, seine historischen Zusammenhänge oder seine gesellschaftliche Rezeption hervorbringen.

Sie ist jedoch nicht identisch mit der malerischen Tätigkeit, durch die das Gemälde entstanden ist.

Erkenntnis ist nicht mit der theoretischen Beschreibung einer Erkenntnis identisch.

Malerei nach dem zwanzigsten Jahrhundert

Das zwanzigste Jahrhundert hat die gesellschaftlichen Verhältnisse zwischen Religion, Kunst und Wissenschaft grundlegend verändert.

Wissenschaftliche und technische Entwicklungen haben nahezu sämtliche Lebensbereiche umgestaltet.

Religiöse Institutionen haben in weiten Teilen Europas einen erheblichen Teil ihrer früheren gesellschaftlichen Autorität verloren. Ihre historischen Leistungen und kulturellen Überlieferungen sind dadurch jedoch nicht verschwunden.

Auch die Malerei hat sich verändert.

Ihre traditionellen Aufgaben innerhalb religiöser, politischer und repräsentativer Zusammenhänge verloren zunehmend ihre Selbstverständlichkeit.

Zugleich wurde die Malerei selbst zum Gegenstand einer intensiven theoretischen Auseinandersetzung. Ihre Mittel, ihre gesellschaftlichen Funktionen und schließlich ihre Existenzberechtigung wurden immer wieder infrage gestellt.

Doch die theoretische Untersuchung der Malerei ist nicht mit der Malerei selbst identisch.

Ein Bild kann entstehen, ohne dass der Maler zuvor eine Theorie seiner Entstehung formuliert.

Das gilt auch dann, wenn seine Arbeit auf umfangreichen Erfahrungen, historischen Kenntnissen und bewussten künstlerischen Entscheidungen beruht.

Die Fähigkeit, etwas hervorzubringen, und die Fähigkeit, das Hervorgebrachte theoretisch zu erklären, sind unterschiedliche Fähigkeiten.

Sie können in einer Person zusammentreffen, müssen es aber nicht.

Eine Kirche kann religiöser Ort, historisches Bauwerk, Gegenstand wissenschaftlicher Forschung und Gegenstand der Malerei sein.

Alle diese Verhältnisse können gültige Erkenntnisse ermöglichen.

Keines erschöpft den Gegenstand vollständig.

Und keines muss allein deshalb den anderen übergeordnet werden.

L’Église d’Auvers

Eine rote Kirche. Eine grüne Kirche.

Zwei Bilder desselben Motivs.

Die Unterschiede zwischen ihnen lassen sich nicht allein aus den Eigenschaften des dargestellten Gebäudes erklären. Sie ergeben sich aus der konkreten malerischen Arbeit.

Die Wahl der Farbe, die Behandlung der Flächen und die Entscheidungen während des Malens gehören zur Entstehung des jeweiligen Bildes.

Beide Arbeiten entstanden als Skizzen in jeweils etwa fünf Minuten.

Ihre Entstehungsdauer ist eine sachliche Information über den Arbeitsprozess. Sie sagt für sich genommen weder etwas über ihre künstlerische Qualität noch über ihren möglichen Erkenntnisgehalt aus.

Die Bilder benötigen keine religiöse Deutung. Sie verlangen auch keine kunsthistorische oder philosophische Erklärung, um als Malerei existieren zu können.

Man kann sie untersuchen, interpretieren, vergleichen und zum Ausgangspunkt weiterer Überlegungen machen.

All das sind eigenständige Tätigkeiten, die ihrerseits Erkenntnisse hervorbringen können.

Die beiden Kirchen entstanden als Skizzen in jeweils etwa fünf Minuten. Über ihre philosophischen Voraussetzungen nachzudenken, nimmt inzwischen erheblich mehr Zeit in Anspruch.

Darin liegt kein Widerspruch.

Die Malerei und die philosophische Reflexion folgen unterschiedlichen Verfahren. Beide können Erkenntnisse hervorbringen. Die eine setzt die andere nicht voraus.

Das Bild war bereits fertig, bevor diese Überlegungen begannen.

R.